Leitkegel nach StVo kaufen
Was ist ein Leitkegel?
Ein Leitkegel ist ein kegelförmiger Signalkörper mit breiter Standfläche, der Hindernisse, Baustellen oder Gefahrenbereiche kennzeichnet und Verkehrsteilnehmer an ihnen vorbeileitet. Die konische Form macht Leitkegel platzsparend stapelbar und gleichzeitig kippstabil. Typisch ist die Signalfarbe Orange oder Rot, oft kombiniert mit weißen Streifen oder Ringen.
Gebräuchliche Bezeichnungen für dasselbe Produkt sind Pylone, Verkehrsleitkegel, Verkehrshütchen, Absperrhut oder – regional – Lübecker Hütchen. Die Begriffe werden im Handel synonym verwendet.
Einsatzbereiche: Straßenverkehr und Betriebsgelände
Für die Produktauswahl ist der Einsatzort die wichtigste Weichenstellung:
- Öffentlicher Straßenverkehr (Straßen, Autobahnen, Flächen mit StVO-Geltung): Hier sind ausschließlich Leitkegel zulässig, die nach den Technischen Lieferbedingungen (TL-Leitkegel) geprüft sind und über eine entsprechende Zulassung verfügen. Sie müssen vollflächig retroreflektierend und rot-weiß gestaltet sein.
- Nicht öffentliches Gelände (Betriebshöfe, Lager, Parkplätze, Baustelleninnenbereiche, Fahrschulübungsplätze, Sport- und Veranstaltungsflächen): Hier bestehen keine gesetzlichen Vorgaben. Teilreflektierende oder nicht reflektierende Leitkegel in verschiedenen Farben sind ausreichend und meist kostengünstiger.
Wer einen Leitkegel für den Einsatz im Geltungsbereich der StVO benötigt, findet die passenden, geprüften Modelle in der Kategorie Leitkegel BASt geprüft.
Größen und Höhen im Überblick
Leitkegel sind vor allem in den Höhen 30, 50, 75 und 100 cm erhältlich. Die Höhe richtet sich nach Sichtbarkeitsanforderungen und Einsatzort: Je höher die zulässige Geschwindigkeit am Einsatzort, desto größer sollte der Leitkegel sein.
| Höhe | Typischer Einsatzbereich |
|---|---|
| 30 cm | Kurzzeitige Markierungen, Innenbereiche, Radwege, private Flächen |
| 50 cm | Standardgröße für Betriebsgelände, Parkplätze, innerörtliche Flächen |
| 75 cm | Höhere Sichtbarkeitsanforderungen, stark befahrene Bereiche |
| 100 cm | Besonders hohe Sichtbarkeitsanforderungen, z. B. Schienenumfeld |
Für den konkreten Einsatz im öffentlichen Straßenverkehr gelten zusätzlich feste Mindesthöhen je nach Straßentyp. Details dazu in der Kategorie Leitkegel BASt geprüft.
Material: PVC, PE und TPE im Vergleich
Leitkegel bestehen meist aus einem der folgenden Kunststoffe:
- Weich-PVC: flexibel, kehrt nach Überfahren in die Ausgangsform zurück, gängig bei klassischen Leitkegeln.
- PE bzw. HD-PE (Polyethylen): härter und formstabiler, oft bei zweiteiligen Leitkegeln mit separatem, schwerem Fuß verwendet.
- TPE (thermoplastisches Elastomer): besonders elastisch und kältebeständig, wird bei einteiligen, leichten Leitkegeln eingesetzt.
Zweiteilige Konstruktionen aus Kegelkörper und schwerem Fuß bieten in der Regel eine höhere Standfestigkeit als einteilige Ausführungen. Das ist relevant für windexponierte oder stark frequentierte Standorte.
Reflexion und Sichtbarkeit
Für die Sichtbarkeit bei Dunkelheit oder schlechter Witterung kommen unterschiedliche Reflexstufen zum Einsatz:
- Nicht reflektierend / tagesleuchtend: ausreichend für Innenbereiche und Tageslichteinsatz auf nicht öffentlichem Gelände.
- Teilreflektierend: Leitkegel mit reflektierenden Streifen, geeignet für Betriebsgelände und Flächen ohne StVO-Geltung.
- Vollreflektierend (Folienklassen RA1 und RA2): die gesamte Oberfläche ist mit roter und weißer Reflexfolie beklebt. RA2-Folie reflektiert stärker als RA1 und wird für höhere Sichtbarkeitsanforderungen eingesetzt.
Für den Einsatz im öffentlichen Straßenverkehr ist ausschließlich die vollreflektierende, rot-weiße Ausführung mit entsprechender Prüfung zulässig. Die passenden Modelle und die jeweils vorgeschriebene Folienklasse sind in der Kategorie Leitkegel BASt geprüft hinterlegt.
Standfestigkeit und Gewicht
Das Gewicht eines Leitkegels bestimmt maßgeblich seine Standfestigkeit bei Wind oder Verkehrsbewegungen. Leichte Leitkegel ab etwa 1 kg eignen sich für ruhige Innenbereiche oder kurzfristige Markierungen. Für Außenbereiche mit Wind- oder Verkehrseinfluss empfehlen sich schwerere Ausführungen mit verstärktem oder separatem Fuß, die mehrere Kilogramm wiegen. Wer Leitkegel dauerhaft im Freien einsetzt, sollte auf einen stabilen Stand auch bei Windböen und Fahrzeugnähe achten.
Welcher Leitkegel passt zu welchem Einsatzzweck?
| Einsatzzweck | Empfohlene Ausführung |
|---|---|
| Öffentlicher Straßenverkehr, Baustellen an Straßen | Vollreflektierender, geprüfter Leitkegel – siehe Kategorie „Leitkegel BASt geprüft" |
| Betriebsgelände, Lager, Laderampen | 50–75 cm, teilreflektierend, PE oder PVC mit stabilem Fuß |
| Parkplätze, Zufahrtssperrung | 50 cm, teilreflektierend oder tagesleuchtend, leicht bis mittelschwer |
| Fahrschulübungsplätze, Sport, Veranstaltungen | 30–50 cm, nicht reflektierend, leicht und gut stapelbar |
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Leitkegel und einer Pylone?
Es handelt sich um dasselbe Produkt. „Leitkegel" ist der Fachbegriff, „Pylone" die gängige Bezeichnung im Handel und Alltag.
Welche Höhe sollte ein Leitkegel haben?
Für Betriebsgelände und Parkplätze reichen meist 30 bis 50 cm. Für Bereiche mit höheren Sichtbarkeitsanforderungen oder im öffentlichen Straßenverkehr sind 75 bis 100 cm üblich.
Darf jeder Leitkegel auf öffentlichen Straßen eingesetzt werden?
Nein. Im Geltungsbereich der StVO sind nur Leitkegel zulässig, die nach den Technischen Lieferbedingungen (TL-Leitkegel) geprüft sind. Die passenden Modelle finden sich in der Kategorie „Leitkegel BASt geprüft".
Welches Material ist für Leitkegel am haltbarsten?
PE bzw. HD-PE gilt als besonders formstabil und witterungsbeständig. Weich-PVC ist flexibler und federt nach einem Überfahren zurück in die Ausgangsform.
Wie unterscheiden sich reflektierende und nicht reflektierende Leitkegel?
Reflektierende Leitkegel sind mit Reflexfolie beklebt und bei Dunkelheit deutlich besser sichtbar. Nicht reflektierende Ausführungen eignen sich für Tageslichteinsatz auf nicht öffentlichem Gelände.